Die Luft ist raus beim Handball Sport Verein Hamburg nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft
und dem damit verbundenen Sprung in die zweite Bundesliga. Die von Torsten Jansen trainierte Mannschaft mühte sich nach der Meisterschaftspause nun am drittletzten Spieltag vor ausverkauftem Haus
gegen die SG Flensburg-Handewitt zu einem 31:27 (12:13)-Heimsieg. Besonders Nachwuchsmann Dominik Axmann spielte es aus dem Rückraum groß auf und steuerte sechs Treffer zum Erfolg bei.

In Halbzeit eins läuft nicht wirklich viel zusammen

„Wir sind einfach nicht gut ins Spiel gekommen und die Flensburger haben es von Anfang an sehr gut
gemacht“, zollte Jansen dem Gegner großen Respekt. Die Gäste spielten vom Anpfiff weg frech auf und
lagen permanent in Führung. Laut Jansen habe in der Abwehr die nötige Aggressivität gefehlt und im
Angriff fehlte die Bewegung. Gepaart mit einigen technischen Fehlern rannten die Hausherren einem
permanenten Rückstand hinterher. Beim 4:7 (12.), 7:11 (21.) und beim 9:12 (25.) drohte dem Favoriten
die Begegnung aus den Händen zu gleiten. Doch die beiden Youngster Leif Tissier und Dominik
Axmann hielten den Spitzenreiter mit ihren guten Aktionen im Rennen und beim Seitenwechsel betrug
der Rückstand gerade mal noch ein Tor. „Für uns geht es in dieser restlichen Saison um nichts mehr,
von daher haben wir schon lange gebraucht, um auf Touren zu kommen“, berichtete der 41-jährige
Erfolgstrainer, der ein Sonderlob für Routinier Stefan Schröder parat hatte. In seinem drittletzten Spiel
vor dem endgültigen Karriereende brachte der Linkshänder immer wieder Emotionen ins Spiel und riss
die Team-Kameraden so mit.

Steigerung in der letzten Viertelstunde bringt den Erfolg
Durchgang zwei sollte aber gleich besser anlaufen. Bis zum 18:15 spielten nun nur noch die Hamburger
und degradierten den Kontrahenten in dieser Phase zum Statisten. Ein Selbstläufer sollte die Begegnung
aber nicht werden, weil sich die engagiert aufspielenden Gäste nicht abschütteln ließen. „So war es dann
bis zum 24:23 richtig spannend. Wir haben aber in der Schlussphase einen Gang zugelegt und letztlich
auch verdient gewonnen“, meinte Jansen, der diesmal über die komplette Spieldauer auf eine offensiver
ausgerichtete 3:2:1-Abwehrformation setzte. Man müsse in den verbleibenden Partien noch das ein oder
andere Experiment machen und unter Wettkampfbedingungen sei dies die beste Möglichkeit. Mit dem
Zwischenspurt auf 30:25 war das Aufeinandertreffen dann entschieden und die Feierlichkeiten gingen
in die nächste Runde.

Am Dienstag steht nun um 15 Uhr die letzte Heimpartie gegen den MTV Braunschweig auf dem Programm. Im Anschluss an die Begegnung steht die Meisterfeier gemeinsam mit den Fans an, davor dürfte
es aber nochmal richtig emotional werden. Die verdienten Spieler wie Stefan Schröder, Jan Torben Ehlers und Torhüter Dominik Plaue werden verabschiedet.
Handball Sport Verein Hamburg – SG Flensburg-Handewitt II 31:27 (12:13).
Handball Sport Verein: Plaue, Peveling (nicht eingesetzt) – Schröder (3), Tissier (7), Bauer (3), Weller
(2/2), Fuchs, Ehlers (1), Forstbauer (1), Wullenweber (4), Vogt (2), Herbst (2), Axmann (6), Kohnagel.
SG II: Jepsen, Ejlersen – Bleckmann (2), Nielsen (4), Steidtmann (3), Baijens (3), Jürgensen, Dibbert
(1), Krüger (5/2), Runow (1), Hennig, Asmussen (4), Louwers (4/1), Klein.

Pressemitteilung Handball Sport Verein Hamburg e.V.

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